• Medienbranche Blog

Fachwissen aus der Medienbranche

Hier wollen wir Ihnen ausgewähltes Fachwissen aus unserem Bereich präsentieren. Es geht uns darum, eine optimale Verständigung zwischen Agentur und Kunden zu ermöglichen. Dafür lassen wir uns auch gerne auf die Finger schauen. 😀

  • Aida Prinzip FiZ Media

AIDA

Nein, hier geht es nicht um den großen Kreuzer mit der lauten Schiffshupe, sondern um eine wichtige Richtlinie, die man bei der Gestaltung von Werbung immer im Hinterstübchen behalten sollte.

Werbung soll beim Betrachter/Konsumenten nämlich folgende Reaktion auslösen:

Attention (Aufmerksamkeit erregen) 

Interest (Interesse wecken, der Betrachter möchte mehr wissen) 

Desire (Begehren: dem Betrachter gefällt, was er sieht, er will es haben) 

Action (er geht den nächsten Schritt: bestellen, kaufen, anrufen …)

Diese Regel kennt natürlich viele Erweiterungen und Varianten und „Hätte-Wäre-Wenns“, aber mit dem ursprünglichen Schiffchen fährt es sich schon recht gut. 🙂

  • Fachwissen aus der Medienbranche: Blitzer

Blitzer

Blitzer können einen nicht nur auf der Straße teuer zu stehen kommen, sie können auch beim Druck eine Menge Geld kosten.

Werden aneinandergrenzende Farbflächen von einer Druckmaschine nicht standgenau platziert, entstehen dazwischen weiße Lücken, die sogenannten Blitzer. Das kann ganz viele verschiedene Gründe haben, wie die falsche Einrichtung der Maschine oder auch Papierverzug, um nur zwei Beispiele zu nennen. Wie das nach dem Druck aussieht, könnt ihr im Bild an den Buchstaben sehen.

Eine zweite Möglichkeit für Blitzer ist gegeben, wenn das Dokument nach dem Druck falsch beschnitten wird. Wird es außerhalb der bedruckten Fläche abgeschnitten, entstehen an der Schnittkante weiße Ränder. Man kann diese Fehlerquelle beseitigen, indem man die Druckflächen vorsorglich 4 mm über das gewünschte Format hinaus anlegt. Ihr seht ein Beispiel für diesen Blitzer im Bild am unteren Rand.

Hat man Blitzer auf seinem Druckergebnis, muss man meist nachbessern oder neu drucken.
Das kann bei großen Auflagen schon mal ins Geld gehen.

  • Haptik ist auch wichtig

Haptik

Haptik ist ganz allgemein die Lehre vom Tastsinn. Gerade im Print-Bereich wird ganz oft von der Haptik gesprochen. Aber was versteht man in diesem Kontext darunter?

Meist wird der Begriff im Sinne von „haptischen Eindrücken“ verwendet, welche die Empfindungen beim Anfassen eines Produktes umschreiben. Hier geht es um alles Greifbare, den Tastsinn Betreffende, wofür in erster Linie die Beschaffenheit der Oberfläche ausschlaggebend ist. Diese kann durch die Papierwahl oder durch Oberflächenveredelungen anhand von Lack, Struktur oder auch durch herausgestanzte Formen zu haptischen Reizen einladen.

Hurenkind

Keine Angst, Hurenkind ist im Zusammenhang mit dem Schriftsatz kein Schimpfwort. Unter diesem Begriff versteht man die letzte Zeile eines Absatzes, die zugleich die erste einer neuen Seite ist. Da die Zeile dort alleine steht, kann man hier auch den Begriff „Witwe“ benutzen. Hurenkinder/Witwen sollte man vermeiden, da diese eine negative Auswirkung auf den Lesefluss und auf das Gesamtbild der Seite haben.

Merke: Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt.

Schusterjunge

Unter Schusterjunge versteht man eine Zeile eines neuen Absatzes, der auf der nächsten Seite fortgesetzt wird. Somit steht eine Zeile ganz alleine und der Rest folgt auf der nächsten Seite. Hier kann man auch den Begriff „Findelkind“ benutzen. Auch dies sollte man wenn möglich vermeiden, da auch darunter der Lesefluss und das Gesamtbild leiden.

Merke: Ein Schusterjunge muss unten im Keller arbeiten.

Zwiebelfisch

Dieser Begriff sollte vor allem den Schriftsetzern und Druckern bekannt sein. Von einem Zwiebelfisch spricht man, wenn versehentlich ein Buchstabe aus einer anderen Schriftgattung, Schriftart oder Schriftschnitt gesetzt wurde. Grund hierfür war meist der falsch sortierte Setzkasten. Deshalb wurde auch ein schlecht sortierter Setzkasten als ein „verfischter Setzkasten“ bezeichnet.