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Petra veredelt die Welt

Es gibt eine Unmenge von Möglichkeiten, das eigene Werbeprodukt von dem der Konkurrenz hervorzuheben: nicht nur durch geniale Layouts, sondern auch durch diverse Druck- bzw. Papierveredelungstechniken. Nichts bleibt einem Kunden oder Interessenten deutlicher in Erinnerung, als wenn er eine Botschaft nicht nur sieht, sondern auch fühlen, schmecken, riechen oder hören kann.

Doch was heißt Druck- bzw. Papierveredelung eigentlich?
Gemeint ist in erster Linie die Oberflächenveränderung eines gedruckten Produktes. Zum einen kann dadurch ein Schutz der Oberfläche gewährleistet, zum anderen der sensorische Eindruck eines Produktes verstärkt werden. Durch die Kombination verschiedener Veredelungstechniken können raffinierte Effekte entstehen. Mittlerweile gibt es hier so viele Möglichkeiten, dass man als Außenstehender leicht den Überblick verlieren kann. Zur besseren Orientierung werde ich hier regelmäßig einige Veredelungsmöglichkeiten vorstellen.

Haptische Lacke

Strukturlack

Beim Strukturlack bleiben keine Wünsche offen. Ob Sie nun eine Holzstruktur nachahmen wollen, Leder auf Fotos von Handtaschen, Beton, Sand usw. All das ist möglich. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. So eine Veredelung erzielt höchste Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse wirken verblüffend echt, sodass jeder die Abbildungen berühren und fühlen möchte. Der Strukturlack ist ein UV-Lack, welcher partiell, d.h. nur auf bestimmten Stellen, aufgetragen wird, um Erhebungen hervorzuarbeiten.

Partielle Lackierung

Jede Veredelungsart kann partiell aufgetragen werden. Darunter versteht man, dass nur bestimmte Teile eine Veredelung bekommen und der Lack hierbei nicht auf das gesamte Druck-Produkt aufgetragen wird.

Relieflackierung

Sie wollen ein 3D-Erlebnis? Ob erhabene Wassertropfen, Hervorhebung einer Schrift, einzelner Buchstaben oder mehr. Wie der Name schon beinhaltet, erzielt man durch diesen Lack eine Erhöhung bestimmter Motive oder Flächen, ohne dass dabei der Bedruckstoff verformt wird. Dieser Lack hat verschiedene Namen: Strukturlack, 3D-Lack, Konturlack, Wassertropfenlack, Braillelack oder Blindenschrift. Die Erhabenheit kann durch verschiedene Lackdicken beeinflusst werden. Den Lack gibt es glänzend oder matt.

Soft-Touch

Sie möchten, dass sich die Oberfläche Ihres Druckes samtig-seidig anfühlt oder wollen den Eindruck einer Gummierung erwecken? Durch diesen speziellen Lack ist dies möglich. Auch nach mehrmaligem Berühren bleiben keine lästigen Fingerabdrücke zurück. So ein Effekt ist eine Aufwertung für jedes Produkt. Berücksichtigen sollte man aber, dass die Oberfläche relativ kratzempfindlich ist. Ein Nachteil, an dem bereits gearbeitet wird. Übrigens setzt auch die Automobilindustrie zur Gestaltung der Oberflächen im Innenraum auf dieses Verfahren.

Drip-Off-Lackierung (Twineffekt)

Wie sieht es mit einer Kombination von Glanz und Mattierung aus? Tolle Effekte sind das Ergebnis. Wie schon der Name Twin sagt, spielen hier zwei Lacke eine Rolle. Erst wird ein spezieller ölbasierender Mattlack genau auf die Motive aufgetragen, die später matt sein sollen. Danach wird ein glänzender, wasserbasierender Dispersions- oder UV-Lack vollflächig aufgetragen. Der zuvor aufgetragene hydrophobe Mattlack stößt nun den Glanzlack ab. Dadurch entsteht das Zusammenspiel zwischen Glanz und Mattierung. Der Vorteil bei diesem Verfahren ist die absolute Passgenauigkeit der Farbflächen. Es gibt jedoch auch einen Nachteil: Die Haftung auf nicht saugfähigen Bedruckflächen ist eher schlecht.

Die Abbildung wurde uns freundlicherweise zur Illustration von der Firma Werner Achilles GmbH & Co. KG, zur Verfügung gestellt.

Das ist natürlich noch lange nicht alles. Schauen Sie doch einfach immer mal wieder rein bei „Petra veredelt die Welt“.

Ihre Petra